Was früher ein Ort war, an dem Abfälle entsorgt wurden, ist heute ein wichtiger Baustein der regionalen Energiewende: der PV-Park Wörth. Unter dem Motto „Vom Entsorgungsspot zum Versorgungsspot“ zeigten sehr anschaulich Marco Nebel und Jürgen Hahn vom regionalen Energieversorger EZV Schülerinnen und Schülern des Julius-Echter-Gymnasiums, wie aus einer ehemaligen Deponie ein Ort der nachhaltigen Energieerzeugung geworden ist.
Im Rahmen der Methodentage in der letzten Schulwoche besuchte ein Teil der Q12 mit insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern den PV-Park. Die Exkursion wurde von StD Gerald Schlosser, Fachschaftsleiter Physik am Julius-Echter-Gymnasium, organisiert. Er ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern damit einen praxisnahen Einblick in die Themen erneuerbare Energien und Energiewende.
Der technische Leiter der EZV, Jürgen Hahn, nahm die Jugendlichen mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Geländes – von den Zeiten, in denen die Deponie noch in Betrieb war und er als Kind selbst erlebt hatte, was dort alles abgeladen wurde, bis hin zur heutigen Nutzung als PV-Park. Dabei wurde deutlich: Flächen können sich verändern. Was früher ein Symbol für Verbrauch und Entsorgung war, steht heute für Zukunft, Klimaschutz und regionale Energieversorgung.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und brachten zahlreiche Fragen und eigene Ideen zur Energiewende mit. Besonders spannend war die Diskussion über die Zukunft des PV-Parks. Einige Jugendliche regten an, die Anlage künftig durch leistungsstärkere Module weiterzuentwickeln und damit noch mehr erneuerbaren Strom zu erzeugen.
Jürgen Hahn griff diese Idee auf: „Das ist ein interessanter Ansatz. Gleichzeitig sind die bestehenden Module sehr robust und liefern auch nach vielen Jahren weiterhin zuverlässig hohe Erträge.“ Die technische Entwicklung schreitet zwar stetig voran, dennoch zeigt der PV-Park eindrucksvoll, wie langlebig Investitionen in erneuerbare Energien sein können.
Die EZV arbeitet auch darüber hinaus kontinuierlich am Ausbau der erneuerbaren Energieversorgung. „Wir investieren aktuell beispielsweise in Windkraftanlagen, die voraussichtlich im Jahr 2028 fertiggestellt werden sollen“, erläuterte Marco Nebel. Auch der Einsatz moderner Speichertechnologien werde betrachtet, um erneuerbaren Strom noch besser nutzen und zeitlich flexibler einsetzen zu können.
Denn genau darin liegt eine der großen Herausforderungen der Energiewende: Nicht nur Strom zu erzeugen, sondern ihn auch dann verfügbar zu machen, wenn er benötigt wird. Photovoltaik, Windkraft, Stromnetze, Speicher und ein bewusster Umgang mit Energie müssen dabei zusammenspielen. Zum Abschluss der lebhaften Diskussion fasste Jürgen Hahn einen wichtigen Gedanken zusammen:
„Die beste Kilowattstunde ist die Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird.“

